Convento Teresiano
Theresienkloster, 1888-1894
Das Bauwerk, das Gaudí für den Orden der heiligen Theresia von Avila, ist eines der Werke, die er für kirchliche Auftraggeber errichtete. Gaudí konnte, wenn es wirklich darauf ankam. sehr wohl auf die Vorstellungen und seiner Auftraggeber Rücksicht nehmen. Beim Bau des Ordenshauses war von vorneherein klar, das Sparsamkeit nicht nur oberstes Gebot des Ordens, sondern auch des Architekten war, sowohl in finanzieller als auch in gestalterischer Hinsicht.
Allerdings - wie schon beim Bau des Bischofspalastes in Astorga ließ sich Gaudí nicht ins Konzept reden; mit dem Ordensgründer Enric d'Osso geriet Gaudí deshalb mehr als einmal aneinander. Trotzdem: Gaudí verwendete eher billige Materialien wie Ziegel- oder Bruchsteine; im Innenausbau erreichte er Wirkung durch geschickten Einsatz von Farbkontrasten und zahlreiche Parallelbögen, die ein gewisses „feierliches“ Aussehen verleihen. Und so kann sich der Einwand wohl eher auf Gaudís zu phantasievolle Ausgestaltung bezogen haben.
Seinen Hang zur Symbolik konnte Gaudí aber auch hier nicht verbergen: Auf dem Dach brachte er kleine Doktorhüte an, und an zahlreichen Stellen brachte er Buchstabensymbole, wie die Initialien Jesu an.
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